Wie es anfing
Während die BEATLES ihren ersten No.1-Hit landeten, Willy Brandt SPD-Chef wurde, Sepp Herberger aus der Nationalmannschaft ausschied und Martin Luther King den Friedensnobelpreis erhielt, wurde der Geburt des späteren Gitarrengottes international nur wenig Beachtung zuteil.
Bereits ´68 - 4 Jahre später - ließ er sich von der Bewegung inspirieren und spielte die ersten Protestsongs im Kinderbett liegend auf der Air Guitar. Mit ca. 10 Jahren demonstrierte er für mehr künstlerische Freiheit, als das experimentelle Überspannen der E-Saite an Mutter´s Wanderklampfe nicht als infantile Expression seines Talents gewürdigt wurde. 1980 war Lars mit seinem familienpolitischen Engagement endlich am Ziel: da kein Schnuller mehr half, bekam er seine erste eigene Gitarre sowie den dazugehörigen Pädagogen. Die Hamburger Musiklandschaft sollte fortan nie mehr die sein, die sie einst war...
Wie es weiterging
Beeinflusst von seinen Vorbildern Fast Eddie (MOTÖRHEAD), Kralle (TRIO), Steve Stevens (BILLY IDOL) und Angus Young (ORIGINAL EGERLÄNDER) erklomm er mit seiner Schülerband 1983 zum ersten Mal die weltbedeutenden Bretter und zelebrierte mit seinen Komplizen das unvergessene "Dadada - It´s A Bomber" sowie "Flesh For Thunderstruck".
1985 feierte er Erfolge mit seiner ersten Punk-Combo, die sich in zwei Gigs und einer unerwartet großen Menge Spaß äußerten. Im Laufe der folgenden Jahre führte Lars ein Schattendasein in diversen subversiven Formationen, während er stets bemüht war, seine gutbürgerliche Deckung als Student mehrerer Fachrichtungen, als Schriftsetzer, Mülltonnenzähler, Fahrradschrauber, Heizungs-, Klima- und Netzwerktechnikus sowie als Call Center Agent der gehobenen Klasse - sein aktuelles Alibi - aufrecht zu erhalten. Rudi Dutschkes Aufruf zum ‚Marsch durch die Institutionen' hatte also ´69 seinen Adressaten gefunden...
Wie es zu eskalieren begann
Das subkulturelle Maulwurfdasein fand 1990 seinen vorläufigen Höhepunkt in der Rendsburger Punkrock-Band BAD TIES. Unterbrochen von seiner Tätigkeit bei DIE LETZTEN fand er sich 1996 wieder mit seinen alten Mitagitatoren zusammen, mittlerweile als Hamburger Projekt und zwecks besserer Tarnung unter neuem Decknamen: LES RØVEREN.
Eines schönen Tages Mitte 2000 saß Larsen in der etwas überteuerten Mensa eines namhaften bananenrepublikanischen Pay-TV-Senders schließlich mit dem designierten Schreihals zusammen, um über eine BAD RELIGION-Covercombo zu phantasieren. Da sich die Ablösesumme berechtigterweise in astronomischen Dimensionen bewegte, zeigte er sich kompromißbereit, indem er sich einmal in der Mitte teilte.
Seitdem spielt seine andere Hälfte bei GENERATOR, zupft dort gar garstig an den Metallstrippen und röhrt in das Backgroundmike wie ein brünstiger Wookie... (von Mario)
|